
Vorahnung
Du hast Kathy tatsächlich eingeladen?“ Verwundert schaue ich Coco an. Mir läuft fast die Kaffeetasse über und ich kann gerade noch rechtzeitig mit dem Eingießen aufhören.
„Ja, ich dachte, wir feiern in Deinen Geburtstag rein!“ Ihre Stimme klingt so verführerisch, wie ich sie schon lange nicht mehr gehört habe. Gerade deshalb passt es mir nicht, dass sie Kathy eingeladen hat.
Coco sitzt mir am Frühstückstisch gegenüber und sieht noch süßer aus als sonst. „Aber ich wollte mit Dir ein paar romantische Stunden verbringen!“, antworte ich ihr mit einem enttäuschten Lächeln.
„Was nicht ist, kann ja noch werden!“ Coco schaut mich herausfordernd an. Sie streckt sich dabei und zieht den Reißverschluss ihrer Kapuzenjacke ein Stück nach unten, gerade soweit, dass ich nur vermuten kann, ob sie etwas darunter trägt oder nicht.
Das werte ich als Aufforderung, ihr mehr von meiner Hoffnung zu verraten. „Ich hatte mir für meinen Geburtstag einen Plan zurechtgelegt, mit ganz viel Öl!“
„Öl auf meiner Haut?“ Coco scheint sich, für dieses Vorhaben zu erwärmen. Zumindest funkeln ihre Augen wie kleine Kristalle.
„Wo sonst!“, grinse ich verheißungsvoll, während die Lust mich überfällt. Ich spüre bereits in Gedanken, wie sich ihre glitschig glänzende Haut an meine schmiegt.
„Das würde Kathy sicher auch gefallen!“
Jetzt schaut sie schelmisch, wie ich finde. Und das macht mich ganz konfus. Ich zupfe an meinem rechten Ohrläppchen, was ich immer mache, wenn ich nach den richtigen Worten suche.
„Kathy hat es sich nicht nehmen lassen und immerhin wirst du morgen dreißig und sie ist unsere beste Freundin. Deine doch auch, oder?“ Coco schaut mich augenzwinkernd an.
„Natürlich, aber wir hatten in letzter Zeit viel zu wenig Spaß miteinander!“
Das hatten wir wirklich, denn die Veröffentlichung unseres neuen Blogs hat uns ganz schön Nerven gekostet. Und dieses Wochenende wollten wir dafür ein kleines Fotoshooting veranstalten, um ihn anzupreisen. Und wer weiß, wo das geendet hätte. Jetzt wird wohl nichts daraus werden.
„Und sie kommt tatsächlich schon heute Abend?“ Meine Enttäuschung kann ich kaum verbergen.
Coco grinst. „Ja sicher! Wir haben uns viel vorgenommen und müssen den morgigen Tag gut vorbereiten.“
„Was auch immer du damit meinst!“ Ich starre in meine Kaffeetasse und sehe mich schon durch Konfetti stapfen. Coco und Kathy haben öfters verrückte Ideen, die sich in der Regel als ziemlich kindisch erweisen. Bei ihren Aktionen amüsieren sie sich köstlich und mir bleibt nur die Wahl, das Spiel mitzuspielen oder eine schlechtgelaunte Liebste zu riskieren.
„Blas nicht so viel Trübsal. Glaub mir, es wird toll!“ Coco boxt mir vor die Schulter.
Ich antworte ihr mit einem Stirnrunzeln und versuche, dieses mulmige Kribbeln zurückzudrängen, das mich unwillkürlich ergriffen hat. Wo das herkommt, kann ich nicht sagen. Vielleicht liegt es an Cocos Blick, in dem etwas ziemlich Verruchtes aufblitzt.
Bei diesem Blick bleibt es nicht. Coco will mich nicht enttäuscht sitzen lassen und vermutet anscheinend, was wirklich der Grund dafür ist. „Wenn du unbedingt das Fotoshooting möchtest, frag ich sie halt, ob sie mitmachen möchte!“ Coco sieht nicht aus, als würde sie scherzen. Augenblicklich hebt sich meine Stimmung, aber auch das mulmige Gefühl wird stärker. Das sagt mir, Coco hat da gerade eine meiner schlimmen Fantasien angesprochen. Ich frag mich, ob das Absicht war.
„Macht sie dann die Bilder, oder ich?“, scherze ich mit einem Touch Ernsthaftigkeit. In meinem Kopf breitet sich eine ziemlich verrückte Idee aus, die ich aber lieber gleich wieder verwerfe.
Mit ihren noch vom Bett zerwühlten Haaren und morgendlichen Schlafzimmerblick, sieht Coco zum Anbeißen sexy aus. Am liebsten würde ich gleich jetzt ein paar Bilder von ihr schießen. Ich schnappe mir mein Handy und mache also wenigstens von ihr welche.
Coco versucht sich hinter der Zeitung zu verstecken, die sie sich schnell gegriffen hat. „Mal sehen, vielleicht mache ich sie auch – von euch beiden!“, versucht sie mich von sich abzulenken.
„Du bist aber das bessere Motiv. Nun zeig dich schon!“
„Nicht in diesem Aufzug. Ich bin gerade erst aufgestanden!“, zischt sie mich an.
„Dann hör lieber auf, mich zu provozieren. Ich bin so schon ganz kribbelig bei der erzwungenen Abstinenz, die ich in den letzten Tagen hatte!“ Ein mulmig erregendes Gefühl steigt in mir immer heftiger auf. „Vielleicht nutzen wir lieber die Zeit, bis deine Freundin hier aufschlägt“, ergänze ich fast verzweifelt.
„Ich will dich aber wild haben und geil!“ Coco schaut auf meinen Schoß, erfreut sich an meiner Reaktion und packt beherzt zu.
Mir bleibt vor Schreck fast die Luft weg und ich kann nur noch stöhnen: „Für was soll ich schon wild und geil sein?“
Coco drückt mich in die Lehne, dreht meinen Stuhl in eine für sie bessere Position und wirft ihr Bein über meine Schenkel. „Wenn es soweit ist, wirst du’s erfahren!“
„Sei vorsichtig. Ich habe Dich gewarnt!“, versuche ich ihr klarzumachen, dass das jetzt gefährlich werden könnte.
Meine Warnung ignoriert sie. Stattdessen setzt sie sich auf mich, gibt mir einen Kuss und reibt sich fest an der Beule in meiner Hose. „Du hast das zu machen, was ich von dir möchte. Deinen geilen Schwanz hast du mir geschenkt! Erinnerst du dich?“
Und ob ich das mache! Fest presse ich Voco an mich und beiße ihr sanft in ihren leckeren Hals, den sie mir einladend entgegenstreckt. Ihr genüssliches Stöhnen versuche ich noch zu steigern, packe ihre Pobacken und erwiedere den sanften Ritt, den sie auf mir begonnen hat.

